Die Stadtwerke Regensburg GmbH informiert:

Regensburg, 14.04.2000

Vorläufiger Jahresabschluss 1999:
Ergebnis ausgeglichen

Besser als ursprünglich geplant, nämlich mit einem Überschuss von 200.000 Mark, schließt die Stadtwerke Regensburg GmbH (SWR) das Geschäftsjahr 1999 ab. Bei der Muttergesellschaft laufen Gewinne und Verluste von inzwischen vier direkten Tochtergesellschaften und der REWAG zusammen. Vor allem sei die Verlustübernahme von der RVB deutlich niedriger ausgefallen. Das gaben die Geschäftsführer Dieter Baldauf (Vorsitzender) und Bernd-Reinhard Hetzenecker am Freitag vor der Presse bekannt.

Die Ergebnisse im Einzelnen: Beim Beteiligungsergebnis von Tochtergesellschaften zusammengerechnet gingen die Geschäftsführer im Wirtschaftsplan von einem Minus von 1,3 Million Mark aus. Tatsächlich ergab sich ein Plus. Die Sparte Parkhäuser weist bessere Einnahmen aus als geplant; sie lagen aber etwas unter dem Vorjahresergebnis.

Mehr Busleistungen, aber keine höheren Verluste

12,3 Millionen beträgt der vorläufige Verlust der Regensburger Verkehrsbetriebe GmbH (RVB). Für 1999 waren 16 Millionen Mark im Plan errechnet. Die Gründe für diese Abweichung: Der Verlustanteil am Verkehrsverbund war niedriger, und bei der RVB selbst war die Geschäftsentwicklung besser als geplant. "Die Verluste der RVB waren in den letzten elf Jahren verhältnismäßig stabil - trotz deutlicher Steigerung der Betriebsleistung um 45 Prozent", so die Geschäftsführer. 1989 legten die RVB-Busse knapp 4 Millionen Kilometer im Jahr zurück. 1999 waren es nahezu 5,8 Millionen. Eine Folge der Linienausweitungen, Neueinführungen und Taktverbesserungen in den vergangenen Jahren.

Auch die Werkstättenbetriebe - Regensburger kommunaler Fahrzeugpark GmbH (RFG) - erreichten nach dem geringen Verlust im Vorjahr wieder die Gewinnzone. Umsatzsteigerungen bei verschiedenen Kundengruppen - die RFG repariert beispielsweise Fahrzeuge für die RVB, die Stadt Regensburg, für das THW und für Kreisverwaltungen - waren die Ursache für den Gewinn in Höhe von 40.000 Mark.

Donau-Arena: Betriebskosten werden erwirtschaftet

Die Regensburger Badebetriebe GmbH (RBB) erzielten einen vorläufigen Jahresüberschuss von 13,6 Millionen Mark. Das liegt erheblich über dem Planansatz (9,7 Millionen Mark), aber etwas unter dem Vorjahresergebnis (14,2 Millionen Mark). Die RBB erhält aus der REWAG-Beteiligung 22,9 Millionen Mark. 1,8 Millionen Mark mehr als im Plan vorgesehen. Gleichzeitig war der tatsächliche Verlust aus dem eigentlichen Geschäft Bäder und Donau-Arena mit 10,1 Millionen um eine knappe Million niedriger. Gegenüber dem Vorjahr stieg dieser Verlust - allein bedingt durch die Inbetriebnahme der Donau-Arena - allerdings um 3,2 Millionen Mark an. "Unsere Vorgabe ist, die Betriebskosten der Arena zu erwirtschaften. Das haben wir in den ersten 9 Monaten nahezu und werden wir im ersten kompletten Jahr ganz erreichen", so Hetzenecker.

Der Verlust bei der Sparte Bäder ist seit nunmehr 3 Jahren stabil bei 6,9 Millionen Mark. Insgesamt ist die Zahl der Badegäste 1999 auf Grund der schlechten Sommermonate gegenüber dem Vorjahr um rund 34.000 auf 786.000 zurückgegangen. "Eine übliche, witterungsbedingte Schwankung", betonte Baldauf.

Die LSR Lagerhaus- und Schiffahrtsgesellschaft mbH Regensburg (LSR) kann einen Jahresüberschuss von 670.000 Mark aufweisen. Sie liegt damit weit über dem Planansatz. Wie LSR-Geschäftsführer Dr. Peter Lehmann berichtete, zeichnete sich noch in den ersten Monaten 1999 eine gegenteilige Entwicklung ab. Widrige Witterungsumstände, insbesondere Hochwasser, beeinflussten die Schifffahrt. Ebenso wirkten sich die militärischen Ereignisse in Serbien negativ auf den Geschäftsverlauf aus. Vor allem im letzten Quartal konnten jedoch die Umsatzerlöse deutlich verbessert werden. Beim Umschlag und der Lagerung von Getreide und Futtermitteln - vor allem Soja - kletterten die Umsätze sogar über den Vorjahreswert.