Die Stadtwerke Regensburg GmbH informiert:

Regensburg, 03.05.2004

Stadtwerke Regensburg GmbH: Geschäftsjahr 2003 war zufriedenstellend

Verkehrsbetriebe fuhren weniger Verluste ein

Mit einem Plus von 0,7 Millionen Euro schloss die Stadtwerke Regensburg GmbH (SWR) ihr Geschäftsjahr 2003 ab. "Dieses Ergebnis ist zufriedenstellend", erläuterte Hauptgeschäftsführer Bernd-Reinhard Hetzenecker. Am Freitag, 30. April, hatte der Aufsichtsrat dem Jahresergebnis zugestimmt.

Bei der SWR laufen die Gewinne und Verluste der Tochtergesellschaften zusammen, maßgeblich beeinflusst vom Verlust der Regensburger Verkehrsbetriebe GmbH (RVB) und dem Gewinn der REWAG.

Neben dem etwas höheren Gewinn aus der Beteiligung an der REWAG hat die Auflösung einer Steuerrückstellung in Höhe von 1,6 Millionen Euro wesentlich das positive Ergebnis begründet. Ansonsten wäre ein Jahresergebnis von 1 Million Euro zu erwarten gewesen. Insgesamt sind die Zahlen überwiegend besser als im Wirtschaftsplan veranschlagt war.

Die Ergebnisse im Einzelnen

Der SWR-Gewinn beträgt insgesamt 0,7 Millionen Euro. Neben den Beteiligungsergebnissen der Töchter bekam die SWR Einnahmen aus der Parkflächenbewirtschaftung und der Vermietung und Verpachtung von Grundstücken und Lagerflächen sowie von Gebäuden. Diese Einnahmen stiegen im Vergleich zum Vorjahr, weil die Tiefgarage am Theater nach der Sanierung 2002 wieder voll nutzbar war und um 0,5 Millionen Euro mehr eingenommen wurde.

Mit 5,9 Millionen Euro machte die RVB weniger Verlust als geplant, obwohl sie 23.000 Kilometer mehr zu fahren und damit mehr Aufwand hatte. Damit liegt sie deutlich über dem im Wirtschaftsplan vorausberechneten Minus von 8,1 Millionen Euro.

"Ein wesentlicher Erfolg unseres wirtschaftlichen Arbeitens", so Hetzenecker, "denn wir haben in den zurückliegenden Jahren nicht nur die Fahrleistung deutlich erhöht, sondern auch die gestiegenen Sach- und Personalkosten durch Rationalisierungserfolge kompensieren können."

Hetzenecker verwies allerdings auf das Jahr 2004, das wegen der bereits beschlossenen Kürzungen bei Ausgleichsleistungen für gemeinwirtschaftliche Aufgaben im Öffentlichen Personennahverkehr wesentlich schlechter werden wird. "Das können wir nicht einfach so wegstecken." Insgesamt fuhren die Busse der RVB mit 5,795 Millionen Kilometer 144 mal um die Welt.

Die REBUS GmbH, eine reine Fahrdienstgesellschaft, arbeitete mit 0,1 Million Euro Gewinn besser als erwartet und übertraf damit das Vorjahresergebnis von 0,07 Millionen Euro.

Trotz einer Umsatzsteigerung von 3,3 Prozent musste die Regensburger kommunaler Fahrzeugpark GmbH (RFG) ein Minus von 98.000 Euro ausweisen. Neben den gestiegenen Sach- und Personalkosten wirkte sich hier eine notwendige Rückstellung für die Altersteilzeit von Mitarbeitern aus, ohne die ein Gewinn von 25.000 Euro erzielt worden wäre.

Die RBB weist einen Gewinn von 6,8 Millionen Euro aus. "Darin ist allerdings der anteilige Gewinn der REWAG enthalten", erklärte Hetzenecker. Ein Traumsommer bescherte den Badebetrieben mehr Besucher und damit mehr Einnahmen.

Mit rund 3 Millionen Euro ist der Verlust in der Sparte Bäder niedriger als im Vorjahr. Das Westbad besuchten insgesamt 613.000 Gäste, das Wöhrdbad 116.000 - das ist eine Steigerung von 75,8 Prozent zum Vorjahr - und das Hallenbad 98.000.

Damit ergibt sich ein Zuschuss pro Badbesucher für das Westbad mit 3,82 Euro (2002:  4,30), für das Wöhrdbad mit 2,05 Euro (2002:  6,53) und für das Hallenbad mit 4,77 Euro (2002:  4,29). "Wir können für 2004 nur auf einen ebenso heißen Sommer hoffen", meinte Hetzenecker.

Zum öffentlichen Eislauf in die Donau-Arena kamen 42.000 Menschen, 10,5 Prozent mehr als 2003. Mehr Veranstaltungen trugen ebenfalls dazu bei, dass die Betriebskosten der Arena mehr als gedeckt wurden. Der Verlust ist mit 1,69 Millionen Euro geringer als im Vorjahr (1,74 Millionen).

Bei der LSR Lagerhaus- und Schiffahrtsgesellschaft mbH Regensburg (LSR) ist das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahresminus wieder positiv: 0,17 Millionen Euro. Während die Einnahmen aus den einzelnen Sparten stiegen, konnten die Betriebskosten hier deutlich gesenkt werden.

Ausblick

"Das operative Geschäft in 2004 verläuft bisher planmäßig", so Hetzenecker. Insgesamt müsse mit einem Jahresminus gerechnet werden. "Denn der ÖPNV ist wie der Unterhalt der Bäder eine öffentliche Aufgabe und zwangsläufig defizitär. Die Kürzungen der Ausgleichsleistungen für den ÖPNV werden sich in jedem Fall deutlich negativ auswirken."